(2011-12-05): In der Diskussion um den Bau der Fußgängerbrücke am Binger Stadtbahnhof hat sich die CDU Stadtratsfraktion bei ihrer Klausurtagung für eine Abänderung der städtebaulichen Prioritäten ausgesprochen.
„Unverändert wichtig für die Entwicklung unserer Stadt bleibt die Zielsetzung: Die Binger Innenstadt muss an den Rhein“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Berlep. Diese Zielsetzung werde ja auch letztlich von denjenigen Bürgern unterstützt, die der Fußgängerbrücke kritisch gegenüberstehen. „Viele betonten auch in der CDU-Bürgerversammlung, dass sie für eine Anbindung der Innenstadt seien, nur eben nicht an der derzeit vorgesehenen Stelle.“
„Wir plädieren deshalb dafür, dass die kreuzungsfreie Anbindung des Rhein-Nahe-Ecks, sowie die Unterführung am Starkenburger Hof in der städtebaulichen Entwicklung der Innenstadt die oberste Priorität haben sollten“, betont Berlep, “und erhoffen uns hier auch die Unterstützung des Landes.“ Die Überwindung der Trennung von Stadt und Rheinufer durch die Bahnlinie werde ja schließlich auch vom Land als unverzichtbar bewertet.
Die generelle Ablehnung beider Projekte durch die SPD-Fraktion und den OB-Kandidaten Michael Hüttner befinden die Christdemokraten als Wahlkampftaktik. „Vor zwei Jahren hatte Herr Hüttner im Bauausschuss noch einen raschen Baubeginn gefordert. Heute steht er für das komplette Gegenteil“, kritisiert Frank Berlep. Mit der Ablehnung von Fußgängerbrücke und kreuzungsfreier Anbindung werde die bisher überfraktionelle Zielsetzung, Bingen an den Rhein zu bringen, von den Sozialdemokraten aufgegeben.